Rezension

[Rezension] Blue Fall von Jo Schneider*

Auf der Suche nach Lady Blue-Eye …

Klappentext

**Eine Liebe so unvorhersehbar und leuchtend wie die Farben im Herbst**

Wild wie ein Herbststurm, mit Augen so blau wie die Unendlichkeit… Seit Grayson Lucia zum ersten Mal begegnet ist, bekommt er ihren Anblick nicht mehr aus dem Kopf. Doch so plötzlich, wie sie in sein Leben getreten ist, verschwindet sie auch wieder und lässt nichts zurück außer eine unbeschreibliche Sehnsucht nach ihrem strahlenden Lachen und ihrem leuchtenden Wesen. Grayson setzt alles daran, Lucia wiederzufinden, und ahnt dabei nicht, dass sie Geheimnisse birgt, die nicht nur seine, sondern die ganze Welt verändern könnten…
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Dark Diamonds)

Biblios

  • Preis: 4,99 €
  • Format: E-Book
  • Seitenzahl: 353
  • Altersempfehlung: ab 16
  • Reihe: Blue #1
  • Verlag: Dark Diamonds (Rezensionsexemplar)

Cover

Oh, Gott sei Dank, dass da kein Baum drauf ist. Mag vielleicht seltsam klingen, aber das war wirklich mein erster Gedanke, als ich das Cover gesehen habe. Jo Schneiders “Unbestimmte”-Reihe zeichnet sich ja durch den immer gleichen Baum auf dem Cover aus, aber davon war ich nie ein Fan. Umso glücklicher bin ich darüber, dass das Cover von “Blue Fall” in eine vollkommen andere Richtung geht.

Es zeigt im Großformat das Gesicht einer jungen Frau mit hellem Haar und durchdringenden, blauen Augen. Das ganze Cover ist dabei sehr hell gehalten, wie es für Dark Diamonds eher untypisch ist, aber gleichzeitig passt es unglaublich gut zu der Geschichte, denn diese dreht sich um die junge Frau, die auf den Namen Lucia hört.

Meinung

Schon in “Die Staubgeborene” habe ich mich in Jo Schneiders Schreibstil verliebt und obwohl ich es bisher nicht geschafft habe, “Die Unbestimmten” weiterzulesen, musste ich mich direkt auf das neuste Buch der Autorin “Blue Fall” stürzen. Und wieder habe ich mich binnen weniger Seiten in das Feeling verliebt, das Jos einmaliger Schreibstil beim Lesen auslöst. Sie beschreibt das Setting (USA, Jahr 2126) sehr anschaulich, so dass man als Leser mit den zukünftigen Errungenschaften kaum Verständnisprobleme bekommt, bringt Emotionen so schön herüber, als würde man sie selbst fühlen, und die Dialoge zwischen den Charakteren machen diese so richtig schön greifbar. Mit all ihren Ecken und Kanten.

Die Geschichte an sich ist jedoch nicht so leicht zusammenzufassen, weil sie sich auf zwei Zeitstränge verteilt. In der Haupthandlung, die im Oktober 2126 spielt, geht es um Grayson, der nach seiner Arbeit an der Demenzforschung gemütlich nach Hause fährt und dort mit seiner Freundin Lucia verabredet ist. Eigentlich. Doch Lucia kommt nicht und Grayson und seine Freunde versuchen, herauszufinden, was mit ihr geschehen ist. Gleichzeitig werden wir Leser auf eine kleine Zeitreise ins Frühjahr 2126 mitgenommen, in die Zeit, in der Grayson Lucia kennen- und lieben lernte.

Ich kann gar nicht genau sagen, welchen Zeitstrang ich interessanter fand. Die Stimmung der Kennenlernzeit hatte definitiv etwas Leichteres, Unbeschwerteres an sich und hat mich beim Lesen oft zum Schmunzeln gebracht. Währenddessen muss ich doch sagen, dass die Haupthandlung um einiges spannender war. Grayson und die anderen gehen jeder Spur nach, die sie finden können. Einzig, um herauszufinden, wo Lucia ist. Was mit ihr geschehen ist. Und wie sie sie zurückbringen können.

Auch wenn die Geschichte überraschend ruhig verlaufen ist, was die Handlung angeht und ich einige Zeit nach der Fantasy-Komponente des Buches gesucht habe, hat mich das Buch definitiv abgeholt und mitgenommen. Und das, obwohl ich bis jetzt die eine, die wichtigste Frage des Buches nicht beantworten kann und sehnlichst daruf hoffe, die Antwort im zweiten Band “Blue Love” zu erfahren.

Grayson ist der Protagonist des Buches. Es ist ein wenig seltsam, einen männlichen Protagonisten zu haben, aber gleichzeitig hätte es anders auch nicht gepasst. Gryson ist ein kluges Köpfchen, um nicht zu sagen: Ein Genie. Er hat einen Master und arbeitet in der Demenzforschung. Im Grunde war er mit seiner Arbeit verheiratet, bis er Lucia getroffen hat. Und nun ist er wild entschlossen, seine Liebste zu finden. Sein Ehrgeiz macht ihn auf jeden Fall sehr sympathisch, auch wenn er im Zuge der Suche auch auf die ein oder andere sehr gefährliche Idee kommt.

Obwohl sie in der Haupthandlung kaum vorkommt, ist Lucia in meinen Augen die Protagonistin. Sie wird als junge Frau mit blondem Haar und so blauen Augen dargestellt, dass sie mitunter nur noch Lady Blue-Eye genannt wird. Sie ist eigen und ein wenig seltsam in ihrer Weltanschauung. Außerdem ranken sich so einige Geheimnisse um sie, die hoffentlich in Band 2 der Dilogie ergründet werden.

Fazit

“Blue Fall” ist ein ganz besonderes Buch, das mit einer sehr neuen, außergewöhnlichen Idee und einer wirklich grandiosen Umsetzung besticht. Es ist anders, als ich erwartet habe und doch bin ich restlos begeistert. Band 2 kann gar nicht schnell genug kommen.

Reihe?

 

 

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