Rezension

[Rezension] Time School – Auf ewig mein von Eva Völler*

Klappentext

Zeitreisen kann ziemlich gefährlich sein. Das weiß Anna nur zu genau, denn seit sie auf ihrer ersten Zeitreise ihr Herz an den gut aussehenden Venezianer Sebastiano verloren hat, musste sie schon so manch brenzlige Situation bestehen. Von der Gründung einer eigenen Zeitwächter-Schule hatte sie sich eigentlich ein etwas ruhigeres Leben versprochen. Aber ihre frisch rekrutierten Schüler sind ausgesprochen eigensinnig, und schon beim ersten größeren Einsatz am Hofe von Heinrich dem Achten geht alles Mögliche schief. Und dann taucht plötzlich völlig unerwarteter Besuch aus der Zukunft bei Anna auf, der ihr komplettes Leben auf den Kopf stellt …
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Bastei Lübbe)

Biblios

  • Preis: 15,00 €
  • Format: Hardcover
  • Seitenzahl: 379
  • Altersempfehlung: ab 14
  • Reihe: Time School #1
  • Verlag: One (Rezensionsexemplar)

Cover

Auch wenn ich mich mit meiner Meinung zu dem Cover sicherlich unbeliebt mache, aber ich finde es nicht so geil wie die meisten Leser. Mir gefällt zwar, dass es im Stil der Zeitenzauber-Trilogie gehalten ist und der Hintergrund macht mit seinem grau-grün-blauen Ton auch einiges her, aber ich mag die Zeichnung des Mädchens auf dem Cover überhaupt nicht. Es ist wie ein Gemälde aufgebaut und klar, es ist mal was anderes, aber mein Fall ist es nicht wirklich.

Meinung

Es ist nun schon einige Jahre her, seitdem ich die Zeitenzauber-Trilogie beendet habe und als ich von dem Spin-Off hörte, war mir gleich klar: Das muss ich lesen! Obwohl das Ende der vorherigen Reihe eigentlich rund war, war ich gespannt darauf, was Eva Völler uns hier zaubert und welche neuen Abenteuer unsere Helden überstehen müssen. Überrascht hat mich gleich zu Beginn, dass das Buch ebenso wie die Zeitenzauber-Trilogie aus der Sicht von Anna erzählt wird. Da ich dachte, Sebastiano und sie wären in den Hintergrund gerutscht, war das aber eine sehr schöne Überraschung. Ich habe die beiden schließlich immer noch lieb. Auch der Schreibstil von der Autorin unterscheidet sich kaum von der vorherigen Reihe. Er ist flüssig, bildhaft, leicht zu lesen und hin und wieder – vor allem durch die neuen Charaktere – sehr humorvoll.

Die Geschichte beginnt einige Jahre nach dem Ende der Zeitenzauber-Trilogie. Wer diese noch nicht kennt, sollte sich vor Spoilern in Acht nehmen, obwohl man das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen kann (Ist aber nicht zu empfehlen). Nun denn, Anna und Sebastiano sind nicht nur immer noch ein Paar, sie leben nun zusammen in Venedig in einem Palazzo und haben eine Zeitreisen-Akademie gegründet. Zusammen reisen sie durch die Epochen und erledigen ihren Job wie zuvor auch, nur dass sie nun auch ab und an neue Rekruten mit dem Zeitreise-Gen mit in ihre Zeit nehmen.

Da diese aus den verschiedensten Ländern und Epochen stammen, haben Anna und Sebastiano allerhand zu tun, diese auszubilden, und dann begleiten die sie natürlich auch auf ihre Mission, wie z. B. einen Einsatz am Hofe von Heinrich VIII, der sich zu etwas viel Größerem entwickelt, als sie es alle für möglich gehalten haben.

Alles weitere würde spoilern, also höre ich hier einmal auf, über den Inhalt zu sprechen. Ich kann dazu nur sagen: Hut ab für die großartigen Ideen, mit der die Autorin hier aufwartet. Obwohl es am Anfang eine Weile gedauert hat, bis ich richtig dahinter gestiegen bin, worauf die Handlung zusteuert, konnte mich das Buch in der zweiten Hälfte so richtig fesseln, so dass das Ende beinahe etwas plötzlich gekommen ist. Das hätte ich nach der ersten Hälfte, die zwar schön, aber nichts wirklich Besonderes ist, echt nicht erwartet, aber mit dem Ende hat dieses Buch mich wirklich kalt erwischt.

Dazu kommen die neuen – und sehr amüsanten – Charaktere, die sich Anna und Sebastiano aus den verschiedenen Epochen zusammengesammelt haben. Fatina, die als Haremsdame im Orient gelebt hat,und sich immer wieder gerne mit Ole, einem groben und ruppigen Wikinger, zofft und neu im Team, Walter, ein junger Mann aus der Tudorzeit. Sie alle haben ihre Eigenarten, hängen noch ein wenig ihrem alten Leben hinterher und benutzen daher auch mal weniger passende Ausdrücke. Sie streiten sich um irrelevante Dinge, interessieren sich für die ungewöhnlichsten Sachen und Spannungen (egal, welcher Natur ;) ) sind deutlich zu spüren. Ich freue mich auf jeden Fall auf mehr von den dreien.

Fazit

“Time School – Auf ewig dein” ist ein Reihenauftakt, der zwar ruhig beginnt, sich in Folge der Handlung allerdings immer weiterentwickelt und einen zum Ende hin den Atem anhalten lässt. Es ist so schön, mit Anna und Sebastiano neue Abenteuer zu erleben und auch ihre Schüler habe ich direkt liebgewonnen. Ich freue mich schon richtig auf “Auf ewig mein”, den zweiten Band, der im Frühjahr 2018 erscheint.

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