Darum geht es:
Prinzessin Floradora kann es kaum fassen als Puff! plötzlich die Böse Fee in ihrem Zimmer steht und Floradora verflucht. Puff! wachsen der Prinzessin Widderhörner auf dem Kopf. Eine Prinzessin mit Hörnern?! Das geht gar nicht! Aber Moment mal – eigentlich fühlen sich die Hörner ganz gut an und zum Türen-Einrennen eignen sie sich auch prima! Leider sehen das Floradoras Eltern anders und verfrachten sie kurzerhand ins Dunkelwald-Internat, damit niemand sie so zu Gesicht bekommt. Dort trifft Floradora auf andere Prinzen und Prinzessinnen – alle verflucht und weggesperrt. Wer steckt nur hinter all dem? Während sie ihre Flucht planen, lernen die Kinder nicht nur ihre eigenen Stärken kennen, sondern finden auch echte Freundschaft und Hilfe von unverhoffter Seite. Können sich die Kinder von ihren Flüchen befreien – und wollen sie das überhaupt?! Oder zeigen sie lieber dem ganzen Märchenreich, was in ihnen steckt?
Ein augenzwinkerndes Märchen für Kinder ab 10, das mit Klischees spielt, sie liebevoll auf den Kopf stellt und dabei eine starke Botschaft über Selbstbestimmung und Freundschaft vermittelt. Für Fans des „Neinhorns“ ebenso wie für Leserinnen und Leser von „Krabat“. Und für alle, die schon immer wissen wollten, ob die Böse Fee eigentlich gerne die Böse Fee ist.
(c) Cover und Klappentext: Arena Verlag
Meine Meinung:
Mein erstes Buch von Maja Ilisch und dann direkt so ein märchenhaft Schönes! Die Geschichte folgt, wie der Titel schon verrät, Prinzessin Floradora, in deren Spielzimmer eines Tages die Böse Fee auftaucht und sie verflucht. Einfach so. Weil sie böse ist und böse Dinge tut. Prinzessin Floradora zieren daraufhin zwei riesige Widderhörner und – was ich wirklich toll finde und einfach mal was anderes ist – sie findet das richtig cool. Nur wie so oft wollen die Erwachsenen gar nicht hören, was ihre Kinder denken und so findet die Prinzessin sich bald mit anderen verfluchten Prinzen und Prinzessinnen in einem düsteren Internat wieder und das Abenteuer beginnt hier erst richtig.
Ein Märchen der etwas anderen Art! Letztendlich ist es keine Geschichte von bösen Flüchen, die unbedingt gebrochen werden müssen, sondern eine Geschichte der Selbstliebe und -akzeptanz, die mich voll in seinen Bann gezogen und mein Herz mehrfach ganz schön nah an den Schmelzpunkt gebracht hat. Gerade die Prinzen und Prinzessinnen mit ihren Sorgen und Ängsten sind so liebevoll gezeichnet, das ich sie alle ganz fest an mich drücken und nicht mehr loslassen wollte.
Den typischen Kampf Gut gegen Böse gibt es hier zwar auch, aber er ist ganz anders als erwartet – das will ich hier allerdings noch nicht vorwegnehmen!
Ebenfalls wichtig zu erwähnen: „Prinzessin Floradora“ wurde im vergangenen Jahr mit dem Vielfalterpreis für Diversität ausgezeichnet, was mich in der Frühjahrsvorschau auf das Buch hat aufmerksam werden lassen. Die Repräsentation einer trans* Prinzessin ist definitiv einer der größten Pluspunkte des Buches und ein Grund, weshalb ich dieses Buch so sehr ins Herz geschlossen habe. Queerness und trans* Figuren gibt es einfach noch viel zu selten in Kinderbüchern! Erst recht nicht unter den Hauptfiguren. Aber „Prinzessin Floradora“ behandelt das Thema so wunderbar herzlich, dass es jede Aufmerksamkeit dafür verdient.
Im Großen und Ganzen:
„Prinzessin Floradora“ ist ein freches Märchen über eine eigensinnige Prinzessin mit Hörnern, die darum kämpft, so existieren zu dürfen, wie sie ist. Mit Fluch und allem drum und dran! Herzlich, charmant und einfach nur schön!
Weitere Informationen:
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- Titel: Prinzessin Floradora – Verflixt, verwünscht und voll verflucht
- Reihe: /
- Autor*in: Maja Ilisch
- Verlag: Arena Verlag
- Seiten: 280
- ISBN: 978-3401608792
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