Rezension

Die Abenteuer des Apollo. Die dunkle Prophezeiung von Rick Riordan [Rezension]

Da es sich um den zweiten Band einer Reihe handelt, werden kleinere Spoiler auftauchen, die das Percy Jackson-, Helden des Olymp- und Apollo-Universum betreffen. Aus diesem Grund ist das Lesen auf eigene Gefahr!

Endlich weiß Apollo, was er tun muss, um wieder ein Gott zu werden, aber bereits die Suche nach dem zweiten Orakel stellt sich als äußerst schwierig heraus. Zwar hat Apollo aka Lester jetzt Unterstützung durch Festus, den Bronzedrachen, und seine Reiter, aber in Indianapolis müssen die sich nicht nur mit über-höflichen Blemmiern herumschlagen, sondern auch mit dem Kaiser Nero, Kampfstraußen und einem Orakel, gegen das der Hain von Dodona ein echtes Kinderspiel war.

Das Universum von Rick Riordan gehört zu meinen Lieblingsbüchern auf der ganzen weiten Welt. Unzählige Male habe ich bereits mit Percy, Annabeth, Grover und all den anderen, die über die Jahre dazugekommen sind, Abenteuer erlebt. Aus diesem Grund konnte ich es kaum erwarten, Apollos Geschichte weiter zu verfolgen. Seine Aufgaben sind schließlich noch lange nicht erledigt.

Apollos zweites Abenteuer …

… beginnt in Indianapolis. Dorthin sind Apollo, Leo und Kalypso unterwegs, um das dunkle Orakel ausfindig zu machen. Nur leider ist der Weg nicht ganz so einfach wie erhofft (aber wann ist er das jemals?). Auf der Flucht vor Blemmiern (mythologische Gestalten ohne Kopf) stoßen sie auf die sogenannte Freistätte, einen Zufluchtsort für all jene, die kein Zuhause haben. 

In ihrem neuen Stützpunkt erfahren Apollo und Co recht schnell von den Machenschaften des alten Kaisers Nero und dem Orakel und damit kann das Abenteuer beginnen. Wer Rick Riordans Bücher kennt, der weiß, dass alles – und mag es noch so unwichtig erscheinen – am Ende wie ein Puzzlestück ins Gesamtbild passt und so ist es auch hier wieder.

Die vielen kleineren Missionen, die es zu erfüllen gibt, landen am Ende genau dort, wo sie die ganze Zeit hinführen sollten, enthüllen Geheimnisse, werfen neue Fragen und Antworten dazu auf und führen zu dem Höhepunkt, um den sich das ganze Buch dreht. Zu viel möchte ich dazu gar nicht verraten, um nicht alles vorweg zu nehmen. Aber eines ist klar: Das hier ist mal wieder typisch Rick Riordan.

Neue und alte Charaktere …

… machen das Lesen zu einem wahren Vergnügen. Das beginnt bereits bei Leo und Kalypso, die nach dem eher offenen Ende der “Helden des Olymps” endlich wieder mit dabei sind, führt über Erwähnungen von Percy, Jason, Piper und Co bis hin zu Thalia und den Jägerinnen, die für die Story nicht gerade unwichtig sind.

Wahre Percy Jackson-Fans der ersten Stunde – wie ich – freuen sich natürlich riesig über Gastauftritte dieser Art. Schließlich sind es nicht einfach nur Erwähnungen. Altbekannte Figuren übernehmen wichtige Rollen, was beim Lesern für eine echt coole Charakter-Dynamik führt.

Auch bei den neuen Charakteren hat Rick Riordan sich mal wieder selbst übertroffen. Zunächst werden zwei neue Verbündete eingeführt: Emmy und Jo, die Gastgeberinnen der Freistätte, die einen interessanten Background bekommen haben. Und eine kleine Tochter namens Georgina. Die beiden Hausmütter waren mir vielleicht nicht auf den ersten Blick sympathisch, aber nach fast 450 Seiten habe ich die beiden echt liebgewonnen.

Die Antagonisten, die sich in diesem Band um Nero scharen, haben ebenfalls einen Background bekommen und sind so richtig schön böse, aber nicht so sehr, dass sie den Klischee-Bösewicht mimen. Man konnte Nero kaum in die Karten schauen, was mir persönlich gut gefallen hat.

Humor wird hier groß geschrieben.

Wie in allen Büchern von Rick Riordan arbeitet der Autor auch hier wieder mit urkomischen Vergleichen, bringt seine Figuren in die absurdesten Situationen und dann ist es sogar noch Apollo selbst, der die Geschehnisse als Ich-Erzähler kommentiert. Wir wissen ja, Apollo ist etwas selbstverliebt, was man auch klar herauslesen kann, und das hat mich beim Lesen einige Male echt zum Schmunzeln gebracht. Schade, dass der Band nun schon wieder vorbei ist und wir auf Band 3 warten müssen.

“Die Abenteuer des Apollo. Die dunkle Prophezeiung” ist ein zweiter Band, auf den sich das Warten gelohnt hat. Nicht nur die tollen Charaktere, die man einfach lieben muss, sondern auch die spannende und gleichzeitig humorvolle Handlung konnten mich wieder einmal voll und ganz überzeugen.

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(c) Carlsen
  • Titel: Die dunkle Prophezeiung
  • Reihe: Die Abenteuer des Apollo #2
  • Autor: Rick Riordan
  • Verlag: Carlsen
  • Seiten: 448
  • Preis: 18,99 € (Hardcover) | 12,99 € (E-Book)
  • ISBN: 978-3-551-55689-9

Mehr Informationen findet ihr hier.

Ich danke dem Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar.

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