Rezension

Weihnachtswunder von Manhattan von Lana Rotaru [Gast-Rezension]

Weihnachten könnte Cathy gestohlen bleiben. Statt sich den Weihnachtsgefühlen hinzugeben, arbeitet sie rund um die Uhr, um die Rechnungen der Familie zu begleichen. In dieser Situation lernt sie Nick Claus kennen, der sich als Sohn des Weihnachtsmanns vorstellt. Cathy weiß, der Typ ist verrückt, und versucht sich von ihm fernzuhalten. Mit jeder Begegnung schleicht er sich jedoch mehr in ihr verhärtetes Herz.

Als die Autorin ankündigte, ihre Autorenkarriere erst einmal hinten anzustellen und das gegen Ende des Jahres ein letztes Buch von ihr erscheinen wird, wusste ich schon, dass ich es lesen werde. Zwar habe ich längst nicht alle Bücher von ihr gelesen, aber „Superbia“ gehört vermutlich mit zu meinen Lieblingen.

Der Magie der Weihnacht

Dieses Jahr habe ich schon das eine oder andere Weihnachtsbuch gelesen, aber ich muss sagen, dass keines so originell und herzerwärmend die Magie der Weihnacht einfängt wie dieses hier. Als Leser durfte ich das Leben der Schülerin Cathy begleiten, die in jungen Jahren schon viel Leid erlebt hat und verbittert ist. Ihr begegnet Nick Claus, der Sohn des Weihnachtsmanns. Ich hatte nicht viele Erwartungen an dieses Buch.

Die Autorin weiß jedoch, eine wunderbare Handlung zu weben. Mit kleinen Szenen hat sie dem Sohn und viel wichtiger dem Weihnachtsmann Leben eingehaucht, ohne dass ich es als albern empfunden hätte. Tatsächlich fand ich die im Nordpol erschaffene Welt wirklich sehr gut gelungen. Die Magie taucht immer wieder in der Handlung auf, ohne dass sie den Mittelpunkt der Handlung einnimmt. Außerdem habe ich die meisten Wendungen nicht voraussehen können. Gerade das Ende hat mich mitgenommen. Noch weiß ich nicht, ob ich hundertprozentig versöhnt bin. Allerdings … bin ich von der Autorin auch definitiv anderes gewöhnt, dass dieses Ende tatsächlich fast perfekt und Leserherzen freundlich ist.

Taschentücher bereitlegen

Eigentlich hätte ich es ahnen müssen. Die Autorin schafft es immer, ihre Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitzunehmen. Ich hätte trotzdem nicht gedacht, soviele Tränen vergießen zu müssen. Dazu beigetragen hat die CharakterentwicklungCathys. Im Laufe der Handlung wandelt sich nicht nur Cathys Einstellung zu Weihnachten, sondern ihr werden auch in ganz vielen anderen Belangen und Bereichen die Augen geöffnet. Wow. Und das auf sehr feinfühlige Weise. Viele verschiedene zwischenmenschliche Beziehungen werden beleuchtet und die Bedeutung der Perspektive, aus der man sie betrachtet. Mein Herz hat diese Geschichte definitiv nicht kalt gelassen. Stattdessen habe ich mitgelitten und mein Herz wurde nach und nach erweicht. Ich könnte wirklich schwärmen, weil ich die Geschichte so schön fand. Auch die Mischung zwischen Weihnachtskitsch und Weihnachtsgrinch wurde perfekt getroffen.

Zum Schreibstil

Die Autorin gehört zu meinen Lieblingsautorinnen. Das liegt auch an ihrem Schreibstil, nicht nur an ihren wunderbar gestrickten Charakteren und Handlungen. Die Gefühle der Charaktere werden durch ihre Worte authentisch und greifbar eingefangen.

„Weihnachtswunder von Manhattan“ ist ein wunderbarer Weihnachtsroman, der mich berührt hat. Die Charakterentwicklung Cathys hat mich nicht nur einmal zu Tränen gerührt. Eine zarte Liebesgeschichte mischt sich mit der Magie von Weihnachten. Eine originelle Idee.

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(c) Carlsen Impress
  • Titel: Weihnachtswunder von Manhattan
  • Autorin: Lana Rotaru
  • Reihe: /
  • Verlag: Impress
  • Seiten: 300
  • Preis: 3,99 €
  • ISBN: 978-3-646-60421-4

Weitere Informationen findet ihr hier.

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