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[Kurzmeinung] Die Chronik von Enyador von Mira Valentin

Zwischen dem ersten Zeitalter und der Zeit der Wächter

Die Chronik von Enyador von Mira Valentin

Klappentext

Wie entstanden die vier Völker Enyadors? Wer sind ihre Götter und was ihre wichtigsten Bräuche?
Diese Chronik, niedergeschrieben von Beltain dem Mächtigen, Hexenmeister des ersten Zeitalters, enthält bislang unbekanntes Wissen über die Funktionen der Magie und die Ureinwohner des Feengebirges. Erstmals wird zudem das Geheimnis um Leyna von Aelfstan, die Mutter der Zwillinge Istariel und Isora, preisgegeben.

Fans der Enyador-Saga erhalten in diesem Spin Off zur Reihe zahlreiche Hintergrundinformationen über die Welt von Enyador. Empfohlener Lesezeitpunkt: Nach der Lektüre von Band 2 „Die Wächter von Enyador“.
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[Blogtour Die Wächter von Enyador] Tag 5 – Interview mit Mira Valentin

Hallöchen und herzlich Willkommen zum letzten Tag der Blogtour zu “Die Wächter von Enyador” von Mira Valentin. In den letzten Tagen habt ihr bereits einiges zu den Büchern, der Prophezeiung und den vier Wächtern, um die sich das Buch dreht, erfahren. Nun wird es Zeit, dass ihr die Autorin besser kennenlernt und dazu habe ich euch etwas ganz Besonderes mitgebracht.

Ein Interview mit Mira Valentin

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[Rezension] Der Mitreiser und die Überfliegerin von Mira Valentin

Klappentext

Ist es Magie? Oder einfach nur das Leben?
Die Welt des 18-jährigen Milan gerät aus den Fugen, als seine Sandkastenfreundin Jo bei einem Kletterunfall ums Leben kommt. Doch dann fliegt ihm plötzlich ein weißer Wellensittich zu, der ihn ganz bewusst zum Zirkus Salto lockt. Dort lernt Milan die schöne, aber womöglich verrückte Trapezkünstlerin Julie kennen. Angezogen von ihrer sonderbaren Theorie über magische Menschen und Seelentiere reist Milan mit dem Zirkus und lernt: Es erfordert eine Menge Mut, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Oder Magie – ganz wie man es nimmt.
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[Blogtour Die Legende von Enyador] Tag 5 – Protagonisten im Interview

Herzlich willkommen zum fünften Tag der Blogtour zu “Die Legende von Enyador” von Mira Valentin. In den letzten Tagen habt ihr ja schon einiges zum Buch, zu den Völkern und der Legende erfahren, da wird es doch allerhöchste Zeit, dass ihr die Protagonisten kennenlernt. Deshalb habe ich mir genau die geschnappt und mit einigen Fragen gelöchert.

 

Also lehnt euch zurück und genießt die Show!

Hallöchen, ihr alle miteinander. Schön, dass ihr heute alle für unser kleines Interview zusammengekommen seid. Das freut mich wirklich. Und damit wir niemanden länger auf die Folter spannen, fangen wir am besten gleich an.

 

Um meinen Lesern einen groben Überblick über euch zu verschaffen, beginnen wir mit einer kleinen Vorstellungsrunde, aber nicht auf die herkömmliche Art. Jeder beschreibt die Person zu seiner Rechten. Und los!

Tristan: Neben mir steht Agnes, meine Ziehschwester. Ihre Eltern haben mich adoptiert, als ich ein Baby war. Eigentlich hatte ich nie ein sonderlich inniges Verhältnis zu Agnes, aber seit sie zusammen mit mir von den Elben verschleppt worden ist, stehen wir uns nahe.
Agnes: Istariel ist der Prinz der Elben. Ich werde aus ihm nicht schlau. Anfangs dachte ich, er sei genauso grausam und gefühlskalt wie der Rest seines Volkes. Ich hielt ihn für feige und berechnend. Aber mittlerweile denke ich anders über ihn. Sehr anders…
Istariel: Kay ist der Bruder der wundervollen Agnes. Er ist ein Hexer. Und Hexer töten wir normalerweise, da sie eine Bedrohung für unser Volk darstellen. Normalerweise… doch in diesen Tagen ist alles anders geworden.
Kay: Shook ist eine schamlose Hure und eine tödliche Kriegerin gleichzeitig. Es ist ziemlich schwer, sich gegen sie zu wehren – in jeder Hinsicht!
Shook: Thul, der hübsche Dämon – der ist doch mal was fürs Auge! Er hat zwar total versagt, als er mich zähmen wollte, aber – so what – Ich find ihn trotzdem geil. Fast so sehr wie meinen Herrn Kay.
Thul: Tristan? Wer ist Tristan. Ich will nur meinen Drachen!

Das war doch schon mal ein schöner Start, oder? *klatscht motiviert in die Hände* Jetzt wissen wir, mit wem wir es zu tun haben und können direkt mit der nächsten Frage weitermachen. Tristan! Du bist bekanntermaßen der Auslöser für alle Ereignisse in Enyador. Wie fühlt es sich an, eine solch wichtige Rolle innezuhaben.

Tristan: Ich wollte das eigentlich gar nicht. Mir ging es nur ums Überleben und darum, meinen Stolz zu bewahren. Dass dann plötzlich all diese Dinge geschehen sind und ich in diese besondere Rolle gerutscht bin, kann ich immer noch nicht ganz glauben. Aber es fühlt sich gut an. Ich glaube, ich bin der Richtige dafür.

Kay, du musstest mitansehen, wie dein Ziehbruder von Elben mitgenommen wurde, um gegen die Drachen zu kämpfen, und deine Schwester, weil sie dich in Schutz genommen hat. Nun sitzt zu in einem Raum mit einem Drachen, einem Dämon und einem Elben. Hättest du diese Entwicklung erwartet?

Kay: Nein, niemals! Ich hatte eher erwartet, dass ich bei dem Versuch, meine Geschwister zu befreien, getötet oder versklavt werde. Die Drachen finde ich, ehrlich gesagt, ziemlich sinnlich. Wäre da nicht eine gewisse Magd, für die ich mich interessiere, dann würde ich Shooks Annäherungsversuche garantiert nicht abschlagen. Die Dämonen sind mir immer noch ein Rätsel. Aber dass meine Schwester plötzlich einen Elbenprinz anschleppt, war tatsächlich die Krönung der letzten Tage.

Und was sagt ihr dazu? Istariel? Shook? Thul?

Istariel: Genau genommen bin ich kein Elbenprinz mehr. Und das ist die Schuld von Agnes. Auch wenn ich ihr nicht böse sein kann.
Thul: Schön, dass ich dir ein Rätsel bin. Und du bist der schlechteste Hexer aller Zeiten. Kannst nicht mal Wunden heilen!
Shook: Aber, Herr! Wieso denn nur die Magd? Du kannst doch auch uns beide nehmen!!

Bleiben wir doch gleich bei dir, Shook. Du bist zwar ein Drache, aber momentan siehst du aus wie ein Mensch und ich glaube, diesen Umstand solltest du den Lesern erklären. Außerdem habe ich im Namen von Agnes, der weiblichen Leserschaft und mir noch eine Bitte an dich: Könntest du dir vielleicht etwas überziehen? *Shook Bademantel hinhalt*

Shook: *grinst süffisant*: Ach, ihr Menschen seid so herrlich verklemmt! Wir Drachen sind Gestaltwandler. Bei uns ist es ganz normal, dass man nach der Verwandlung erst einmal nackt herumläuft. Wir schämen uns nicht für unsere Körper. Außerdem hat Kay mir doch schon ein Tuch umgebunden. Und ich hab ja noch meine langen roten Haare, mit denen ich mich bedecken kann. Aber von mir aus – her mit dem Mantel!

Viel besser! Danke! Und nun *lässt ihren Blick über die Menge schweifen* … Agnes! Du bist dran! Neben Shook und mir bist du ja gerade das einzige Mädchen hier im Raum und soweit ich das sehen kann, hast du einen Verehrer. *zu Istariel schiel* Was kannst du uns über euch erzählen? Und lass ja keine Details aus! Wir sind doch so neugierig, aber keine Sorge, wir verraten nichts!

Agnes: Ähm… ich bin mir da gar nicht so sicher *wird rot*. Also womöglich ist Istariel einfach nur ein netter Elb, der sein Versprechen hält und mich nach Hause zu meinen Eltern bringt. Aber es gibt so ein paar Hinweise darauf, dass er in der Lage ist zu lieben. Und vielleicht… ach, ich kann das alles nicht glauben. Ich bin doch nur ein schmutziges Bauernmädchen!

Ach ja? *hebt eine Braue* Wie du meinst. Dann machen wir weiter. Istariel, hörst du bitte auf, Agnes Blicke zuzuwerfen, denn nun bist du an der Reihe. Deine Zwillingsschwester Isora hat es ja leider nicht zu unserem Interviewtermin geschafft, deshalb musst du allein dafür herhalten. Dafür ist die Frage einfach: Wie sehr hat sich dein Leben als Prinz der Elben verändert, seitdem du Agnes getroffen hast?

Istariel: Es hat sich von Grund auf verändert. Das liegt zum einen daran, dass sie mich so lange provoziert hat, bis ich in einen ganz schönen Schlamassel hineingerutscht bin. Und zum anderen … an der ergreifenden Röte auf ihren Wangen, wenn sie mich anblickt. Am Glanz ihrer Augen. Und an ihrer Art, mich zu verzaubern, ohne eine Hexe zu sein.

Thul, ich weiß, es ist nicht dein Lieblingsthema… Aber das mit der Drachenzähmung hat irgendwie nicht funktioniert bei dir, oder?

Thul: Es HÄTTE aber funktioniert, wenn Kay nicht dazwischengefunkt hätte! Und nun bleibt mir nichts anderes übrig, als mich mit ihm zusammen zu tun, bis wir diesen Tristan gefunden haben. Erst dann kriege ich meinen Drachen zurück!

Danke für eure Antworten bis hier und Mann, ihr seid ja eine ganz schön gemischte Truppe: Menschen, ein Hexer, ein Drache, ein Dämon, ein Elb und … eine Ziege. Was hat es mit der eigentlich auf sich? Ist das auch ein Gestaltwandler? *streichelt die Ziege*

Kay: Nein, Gweilo ist eine ganz normale Ziege. Aber Ziegen suchen sich oft Hexer aus, um deren Freunde und Gefährten zu sein. Ich für meinen Teil wäre schon ein paarmal komplett aufgeschmissen gewesen, wenn ich meinen „weißen Teufel“ nicht hätte.

Ahhh, gut zu wissen. Ziegen sind aber auch einfach tolle Tiere. Bessere Reisebegleiter als einen jungen Hexer und eine Ziege kann man sich gar nicht wünschen, oder?

Kay: Ha! Das sieht eine gewisse Magd namens Greta aber ganz anders! Vielleicht sagst du ihr das bei Gelegenheit mal!

Und noch eine letzte Frage zum Schluss: Was würdet ihr Mira gerne mal ins Gesicht sagen? *reibt sich erwartungsvoll die Hände*

Tristan: Wieso eigentlich immer ich? Schon gut … ich bin der Einzige, der deine Grausamkeiten aushalten kann.
Kay: Hör auf, mich mit Greta zu nerven! Und mit Shook! Ach, mit allen weiblichen Wesen Enyadors!
Agnes: Das mit dem Kerker hättest du dir sparen können!
Istariel: Lass sie endlich verstehen, dass ich sie liebe!
Thul: Ich will nur meinen Drachen!
Shook: Also, ich will sie alle ;-) Danke im Voraus, Mira!

Danke für eure Zeit und die tollen Antworten, die ihr meinen Lesern und mir gegeben habt. Es hat uns hoffentlich so viel Spaß gemacht wie euch und nun muss ich mich schon wieder von euch verabschieden. Gute Reise zurück nach Enyador und in diesem Sinne: Lasst euch niemals brechen!

Tristan: Niemals!

Und ich hoffe, dass ihr euch auch niemals brechen lasst, während ihr euch nun auf das Buch stürzt. Das E-Book ist am 15. März (also zusammen mit dem Auftakt der Tour) erschienen und wartet darauf, auf euren Readern einzuziehen.

[Rezension] Die Legende von Enyador von Mira Valentin

Klappentext

Vier Königssöhne. Vier Wünsche. Ein Schicksal.
***
Seit Jahrhunderten kämpfen in Enyador Elben, Drachen und Dämonen um die Macht. Die Menschen wurden von den Elben unterworfen, ihre Erstgeborenen als Sklaven in den Krieg gegen die Drachen geschickt. Doch Tristan, ein Waisenjunge, widersetzt sich seinen Unterdrückern, anstatt an deren Grausamkeit zu verzweifeln. Dadurch löst er eine Reihe von Ereignissen aus … und eine uralte Prophezeiung erwacht zu neuem Leben.
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Mira Valentin)

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[Rezension] Der Krieg der Talente von Mira Valentin

Klappentext

**Im Gegensatz zum Verstand kann das Herz nicht überlistet werden…**
Melek hat die Menschenwelt hinter sich gelassen und ist zu einer der Anderen geworden. Endlich ist es ihr erlaubt, der Sehnsucht nach ihrem verführerischsten Feind zu folgen und vollends in ihrer Leidenschaft für ihn aufzugehen. Aber ihr Verschwinden lässt den großen Endkampf zwischen den Talenten und Faunen mit großen Schritten näherkommen. Für Jakob und seine Truppe ist es unvorstellbar, ihr ehemaliges Mitglied derart ausgeliefert zu wissen. Für sie steht fest, dass Melek sich ein für alle Mal entscheiden muss, für wen ihr Herz wirklich schlägt. Denn ihre Liebe ist der Schlüssel zu allem…
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[Rezension] Das Bündnis der Talente von Mira Valentin

Klappentext

**Die verführerischsten Wesen sind oftmals die gefährlichsten…**
Melek ist schon lange kein gewöhnliches Mädchen mehr. Bis eben noch eine Außenseiterin, steckt sie nun in einer Armee, deren Bündnis die Menschheit zusammenhält. Jede ihrer Entscheidungen beeinflusst den Lauf der Welt, jedes ihrer Gefühle kann sie zerrütten. Doch auch die anderen Talente haben es nicht leicht. Sie opfern ihr Leben für das Wohlergehen anderer, kämpfen bis zur Erschöpfung und trainieren bis zum Morgengrauen. Sie müssen gegen jegliche Gefahr gewappnet sein. Vor allem, wenn die Dschinn aus ihrem Winterschlaf wiederkehren und Melek auf eine harte Probe gestellt wird: Denn mit den Dschinn kommt auch ihr verführerischster Feind zurück …
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

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[Rezension] Das Geheimnis der Talente von Mira Valentin

Klappentext

**Traue niemandem, der dich küssen will**
Melek ist alles andere als ungewöhnlich. Sie lebt in einer Kleinstadt, schreibt mittelmäßige Noten und hat nur einen einzigen Freund. Oder auch gar keinen, wenn man bedenkt, dass er lieber mehr als nur eine Freundschaft mit ihr hätte. Doch dann wird sie von den »Talenten« entdeckt, einer Gruppe Jugendlicher mit übernatürlichen Fähigkeiten, die ihr offenbaren, dass sie eine versteckte Begabung in sich trägt. Von einem Tag auf den anderen wird Melek in ein gefährliches Doppelleben verstrickt und muss einem strengen Regelwerk folgen, dessen oberstes Gesetz lautet: Küsse niemanden, wenn dir dein Leben lieb ist. Dass der gutaussehende Anführer der Talente ausgerechnet den charismatischsten Mann darstellt, dem Melek je begegnet ist, macht diese Regel dabei nicht gerade einfacher…
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[Rezension] Das Schicksal der Talente von Mira Valentin

Klappentext

**Die größte Liebe führt zur größten Rache…**
Der 17-jährige Jakob ist der geborene Anführer. Niemand kann seinem Charisma widerstehen, denn zu führen ist sein »Talent«. Fast ein ganzes Jahr musste vergehen, bis ihm eine eigene Talente-Truppe zugewiesen wurde, aber nun ist es soweit und das nicht zu knapp. Denn im Feindeslager der Faune hat sich eine rebellische Gruppe abgezweigt, deren Ziel es ist, so viele Talente wie möglich auszuschalten. Bald befindet sich Jakob in einem direkten Frontalkampf mit Levian, einem ihrer Anhänger. Doch beide haben eine gravierende Schwäche: Bei Levian ist es die Liebe zu seiner Gefährtin Morgana. Bei Jakob ist es die erzkonservativ erzogene Sektentochter Marie, für die er gegen alle Regeln mehr empfindet als es ein Anführer jemals tun sollte…
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Impress)

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[Blogtour Der Krieg der Talente] Tag 6 – Zeichnungsparty

Herzlich willkommen zum großen Abschluss unserer Blogtour zum “Krieg der Talente”, also den Teilen 7, 8 und 9 der Talente-Reihe von Mira Valentin. In den letzten Tagen habt ihr ja schon einiges über das Buch, die Talente, die Faune und ihre Cosplayer erfahren, so dass es langsam Zeit wird, etwas zu verschnaufen. Außerdem müssen wir ja immer noch so richtig das Release des neuen Talente-Taschenbuchs feiern und zu diesem Anlass entführe ich euch heute auf eine waschechte Zeichnungsparty.
 
Dazu müssen wir erst einmal durch den Wald, aber keine Sorge, es ist wirklich nicht weit und es lohnt sich. :-) Gemächlich laufen wir also los in Richtung der Schutzhütte von Friedensdorf, wo das ganze Spektakel stattfinden wird. Ich hoffe, ihr habt alle eine gute Kondition, denn es geht ein wenig bergauf, aber dann sind wir auch schon da.
 

Oh, wir sind auch nicht die ersten. Einige Talente und sogar ein Fäunchen sind gekommen, um mit uns zu feiern. (Fäunchen = kleiner Faun, nur falls ihr euch wundern solltet, das ist ein Insider der Armee!). Eigentlich feiern die Faune nicht mit uns, wenn ein neues Talent gezeichnet wird, aber für euch machen wir heute eine Ausnahme.

 

Wieso feiern wir überhaupt eine Zeichnungsparty?

Wie der Name schon sagt, ist es eine kleine Feier im Kreise der Talente, nachdem ein neues Talent rekrutiert und gezeichnet wurde, das heißt, nachdem der Anführer ihm oder ihr das Bannzeichen der Talente auf die Handfläche (links bei Rechtshändern, rechts bei Linkshändern) tätowiert hat. Das sieht dann übrigens so aus:
 

Mit dem Zeichen müsst ihr aber aufpassen. Es ist zwar sehr hilfreich im Kampf gegen die Faune, die sich mit dem Zeichen leicht in ihre Schranken weisen lassen … ODER aber sie werden stinkwütend und es kommt erst recht zu einem Kampf. Da heute ein Faun anwensend ist, tuen die anwesenden Talente gut daran, ihre Bannzeichen zu verstecken. Am besten geht das durch einfache Fingerhandschuhe. Erfüllen ihren Zweck und sehen auch noch echt stylisch aus.

Übrigens muss man kein Talent sein, um das Bannzeichen der Talente tätowiert zu haben. Es gibt nämlich auch Veteranen, die ihr Bannzeichen nach ihrer Zeit in der Armee behalten oder aber Hardcore-Fans, bei denen die Liebe zu den Talenten bis unter die Haut geht. :-)

Das Stichwort lautet hier:

Bei diesem Tattoostudio in Gladenbach hat Talente-Mama Mira den Grundstein gelegt und sich alle Vignetten der Talente-Teile tätowieren lassen. Seither sind viele, viele Fans ihrem Beispiel gefolgt und tragen nun Bannzeichen, Dschinnzeichen, Pegasus und und und auf ihrem Körper. Vor noch nicht allzu langer Zeit gab es dazu in Zusammenarbeit von Talente-Mama Mira und dem Tattoostudio eine richtige Zeichnungsparty, die ebenso auf der Schutzhütte stattfand. Und ja, auch ich habe meine Talente-Liebe unter die Haut gebracht. An dieser Stelle gilt dem Farbenkult mein persönlicher Dank für dieses wunderschöne Tattoo.

Aber nun, weiter im Text. Nicht, dass die Belonophobiker noch schreiend weglaufen, wenn wir weiter nur von Nadeln sprechen. Das Tattoo ist gestochen und die Feier kann so richtig losgehen. Heute auf unserer Zeichnugsparty wird aber niemand tätowiert, da wir sie nur für euch “nachstellen”, aber freut euch, denn das ist eigentlich ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass kein Talent aus der Armee ausgeschieden ist und ersetzt werden musste. Meistens geschieht das nämlich, weil besagtes Talent entweder im Kampf getötet, von einem Faun geküsst wurde oder als Veteran aus der Armee ausgeschieden ist.

Jedenfalls, stellt euch vor, vor der eigentlich Party, wenn noch niemand der “Gäste” anwesend ist, befinden sich hier nur der Anführer und der neue Rekrut. Bei der Zeichnung sind sie allein. Es ist eine Art Versprechen, ein Bund, der nicht gebrochen werden kann, unnd zu diesem besonderen Anlass gehört eben diese gewisse Intimität. Erst, wenn alles geschafft ist, kommen die anderen Talente dazu und auch, wenn die Zeichnungsparty immer heißt, dass zuvor etwas Schlimmes passiert ist, ist es ein weitgehend fröhliches Event, bei dem es darum geht, bei Softdrinks (denn Talente trinken keinen Alkohol) und warmen Würstchen mit dem Neuzugang zu quatschen und sich besser kennenzulernen. Außerdem soll ein Anschein von Normalität gewahrt werden. Schließlich riskieren alle Gäste der Party schon ein paar Stunde später wieder ihren Kopf und ihre Gefühle im Kampf gegen die Faune.

Die Party-Gäste!

Ihr wollt bestimmt einige der Talente kennenlernen, oder? Deshalb seid ihr ja mit mir hergekommen. Also, los! Wir nähern uns der Meute, die dort schon gemütlich an einem Tisch sitzt und setzen uns einfach mal dazu. Platz genug ist ja. Wir sind ja angekündigt gewesen.

Vielleicht kennt ihr die Talente bereits, habt ihre Geschichte bis zum großen Finale verfolgt, aber wer sind diese Talente eigentlich? Wer waren sie, bevor sie rekrutiert wurden? Schon mal darüber nachgedacht, dass jedes Talent der Armee früher ein normales Leben geführt und normalen Hobbys nachgegangen ist? Nein? Na, dann wird es jetzt Zeit, denn ich hatte die Ehre, mit Talente-Mama Mira ein wenig über die Vergangenheit der einzelnen Soldaten zu reden und möchte euch nur zu gerne erzählen, wie Melek, Erik, Jakob und Co. ihre Zeit vor den Talenten verbracht haben.

Als erstes schaut uns ein Mädchen mit kurzen, dunklen Haaren an. Kann sein, dass sie zuerst etwas einschüchternd auf euch wirkt, aber glaubt mir, Tina gehört zu den Guten.

Schon immer wollte Tina Wettläuferin werden, aber nicht in der Armee der Talente, sondern beim Grenzgang in Biedenkopf, wo sie herkommt. Ihr Vater hat ihr diese Hoffnung jedoch genommen, ist der Wettläufer beim Grenzgang doch immer ein Mann und keine Wettläuferin. Tina war es auch, die den Wettläufern der Armee diese Bezeichnung gegeben hat.

Schon vor ihrer Zeit in der Armee war Tina sportlich. Sie hat sogar jede Menge Sport gemacht, war im Fitnessstudio, joggen, radfahren und hat gelegendlich auch Paintball gespielt. Dadurch hatte sie sicherlich einen leichteren Start in ihre Zeit als Talent, denn die körperlichen Grundvoraussetzungen hat sie bereits mitgebracht. Außerdem war sie schon immer ziemlich taff, so wie sie auf dem Foto wirkt: Kühl, unnahbar und jemand mit dem man sich ganz sicher nicht anlegen sollte. Tina war schon immer eine Einzelgängerin, aber ich hege ja den Verdacht, dass sie auf Henry und Joshua steht, doch wen der beiden sie mehr mag: Tja, das konnte ich noch nicht herausfinden.

Neben ihr sitzt Henry. Er ist quasi schon sein ganzes Leben mit den Talenten in Kontakt, denn er hat schon als er noch klein war im Fitnessstudio der Talente ausgeholfen. Wenn es nach Albert gegangen wäre, wäre Henry ein Muskelprotz geworden, und dass Henry ein Volltreffer wurde, gefällt diesem ganz und gar nicht. Schon als Kind war Henry oft einsam, stand ungeheuerlich unter der Fuchtel seines Vaters und hat sich deshalb gerne in Bücherwelten zurückgezogen. Stets hat er alles, die ganze Welt in Frage gestellt und als er in der Armee auf Tina traf, war er von ihrer taffen, starken Art auf der Stelle fasziniert.

Schauen wir mal weiter. Henry gegenüber sitzt Anastasia, die begeistert in ein Würstchen beißt. Sie sieht glücklich aus, aber das ist nicht immer so gewesen, denn Anastasias Familie hat sie schon früh im Stich gelassen, als sich herauskristallisiert hat, dass sie niemals dem russischen Schönheitsideal entsprechen würde. Dafür hat sie ein wirklich großes Herz und ist sehr emotional. Bei romantischen Filmen mit ihr sollten immer Taschentücher da sein, aber gerade das macht sie sehr liebenswert.

Anastasia ist nicht die Klügste. Im Gegenteil noch. Sie spricht kaum Deutsch und wenn, dann in gebrochenen Sätzen und ist in der Schule so oft durchgefallen, dass sie keinen richtigen Abschluss hat. Nicht mal richtig lesen und schreiben kann sie. In ihrer Freizeit puzzelt sie, um ihren Geist zu beschäftigen und lässt sich gerne vorlesen. Vor ihrer Zeit als Muskelprotzin in der Armee hat sie kaum Sport getrieben.

Sylvia, unser kleines Orakel und Armee-Küken sitzt zwischen ihr und Jakob. Obwohl Sylvia schon sehr früh rekrutiert wurde, war das damals nicht das erste Mal, dass sie mit den Talenten konfrontiert wurde, denn Sylvias Mutter Sarah war ebenso ein Orakel wie sie. Schon immer hat Sylvia ihrer Mutter versucht nachzueifern. Sie ist eben ein richtiges Mama-Kind.

Ihr Klamottenstil, wenn sie nicht gerade als Liebestöterin durch die Gegend läuft, ist eher fragwürdig. Seit jeher trägt sie Secondhand-Kleider, die wohl nur ein Grund waren, wieso andere Kinder sich von ihr fernhielten. Sylvia passte halt nie richtig dazu. Sie war einfach zu seltsam, anders, abgeklärt und wirkte zu erwachsen. Richtige Hobbys hatte sie nie, dadurch, dass sich ihr Talent schon sehr früh gezeigt hatte. Das, was sie schon immer am meisten interessiert hat, fand in ihrem Kopf statt.

Jakob, der Anführer, sitzt neben ihr und man sieht ihm an, dass er stets den Überblick behält. Auch, wenn heute mal keine Faune drohen, ist er immer wachsam und das war auch schon immer so.

Seitdem seine Mutter ausgesaut wurde – da war er sechs – und sein Vater starb, lebte Jakob in einem Kinderheim. Dort wurde er allerdings von Bernd herausgeholt und von ihm zum zukünftigen Anführer ausgebildet. Eine wirkliche Kindheit hatte er daher nicht. Nein, er musste schießen, kämpfen und Türschlösser knacken lernen, da war er gerade zwölf. Mit 16 zog er in seine erste eigene Wohnung und sein Leben war noch so halbwegs normal – wenn man das normal nennen kann. Als er mit 17 rekrutiert wurde, war er mitten in seiner Ausbildung zum Schlosser, aber daraus wurde nichts, denn von Frankfurt ging es auf einmal ins hessische Hinterland. Mehr hat mir die Talente-Mama nicht verraten, aber ich kann euch sagen, dass wir im Prequel “Das Schicksal der Talente” eine Menge über ihn erfahren werden.

Über Melek solltet ihr dahingegen schon etwas mehr wissen. Sie ist ja nicht umsonst die Protagonistin. Durch ihr Volltreffertalent hatte sie es in der Schule beim Basketballspielen immer leicht, aber ein Team-Player war sie sonst eigentlich nicht. Durch ihre Größe (1,80m) und ihre Ungeschicklichkeit haben sich andere schnell von ihr distanziert, so dass Melek schnell zu einer Einzelgängerin wurde, aber sie war keineswegs unglücklich. In ihrer Freizeit las sie viel und trug Zeitungen aus, um sich etwas dazuzuverdienen.

Ihre Welt war damals schon eher düster und es kam für sie gar nicht in Frage, jemanden an sich heran zu lassen. So auch nicht Erik. Seine Lebensfreude hat sie einfach abgeschreckt. Trotzdem war da etwas in Melek, das sie spüren ließ, dass etwas Großes, Bedeutsames passieren musste. Und auf das hat sie nur gewartet. Dann wurde sie rekrutiert und die Frage, auf was sie nur gewartet hat, wurde beantwortet.

Viele sind nicht mehr übrig. Offenbar haben sich nicht alle Talente verpflichtet gefühlt, zu unserer Zeichnungsparty zu kommen, aber Erik ist da und das freut uns. Er sitzt neben Melek und nimmt gerade wenig begeistert an seiner Cola, weil Melek sich lieber über den halben Tisch mit Sylvia unterhält anstatt ihm ihre Aufmerksamkeit zu schenken.

Dass er in Melek verliebt ist, wissen wir ja schon, aber wie war unser Erik früher. Nun, das Gespräch mit Mira hat ergeben, dass Erik wohl das Kind ist, was immer alles gemacht und zu viele Hobbys hatte. Sport, Partys, Jugendtreffs, alles ist dabei. Er war ein fröhlicher Junge, die Art, die sich an Fasching auch tatsächlich in Schale wirft. Er hat zwei kleine Geschwister, die er bestimmt auch mal auf Fasching mitgenommen hat.

Des weiteren war Erik schon immer ziemlich klug, beschäftigt sich viel mit der Schule, aber trotz seiner Strebsamkeit war er doch sehr beliebt, hat den Klassensprecherposten zu aller Zufriedenheit ausgefüllt, und sah pünktlich jeden Abend vor dem Fernseher, um Wissenssendungen zu schauen. Ansonsten liest er viel, was Melek dazu veranlasst hat, ihm zu jedem Geburtstag ein Buch zu schenken. Mit der Armee wollte Erik zunächst nichts zu tun haben.

So, eine Person haben wir noch nicht näher unter die Lupe genommen und das, obwohl sie mit ihrem steampunkigen Outfit und der übergroßen Pilotenbrille schon sehr auffällig gekleidet ist. Während ich euch all das erzählt habe, hat sie uns stumm zugehört, aber jetzt wollen wir auch mal mit ihr sprechen, denn sie ist schließlich verantwortlich dafür, dass wir heute hier sind. Sie hat nicht nur das Konzept Zeichnungsparty erschaffen, sondern auch die Geschichte der Talente aufgeschrieben und für die Nachwelt festgehalten. Deshalb freue ich mich sehr, dass sie heute gekommen ist.

Hallo, Mira, magst du uns vielleicht etwas über das Konzept Zeichnungsparty erzählen? Wie kam es dazu, dass die Talente hier zusammensitzen und mit Würstchen und Softdrinks die Zeichnung eines neuen Rekruten feiern?

Mira: Wie so vieles andere entstand diese Idee einfach mitten im Schreiben. Ich habe mir gar nichts gedacht, sondern einfach vor mich hin getippt und dabei kam das dann heraus. Die Szene davor, wo Jakob Melek zeichnet, brauchte eine Nachfolge-Szene. Und es lag irgendwie nahe, dass solche „besonderen Anlässe“ gefeiert werden mussten. Allerdings, dachte ich mir, feiern Talente garantiert nicht mit viel Geld und Equipement. Es musste eine eher düstere Party werden, denn im Grunde ist der Anlass lebensgefährlich und die Gäste sind nicht selbstgewählt. Ein paar Würstchen und Softdrinks, mehr organisiert Jakob doch garantiert nicht. Es ist einfach sein Versuch, seinen Truppenmitgliedern den Anschein von Normalität in einer verrückten Welt zu bieten. Nur einen Hauch davon. Ein oder zwei Stunden lang, bevor sie wieder Kopf und Kragen riskieren. So feiern echte Underdogs.

Danke für die Aufklärung, liebe Mira, und du hast vollkommen Recht: So feiern Underdogs, mit Betonung auf “feiern”. Ich würde sagen, der offizielle Ich-erzähle-euch-was-Teil ist jetzt beendet. Es gibt noch eine Menge Würstchen und Getränke sind auch noch da, also bedient euch und feiert mit.

Und vergesst natürlich nicht, dass das Taschenbuch zum Krieg der Talente letzten Donnerstag erschienen ist!